Ein neuer Fall für Chefinspektor Kovac

ein Kriminalroman von Elisabeth Schicketanz und Robert Boulanger
SISYPHUS

Trailer

SISYPHUS

29.02.2016

Elisabeth Schicketanz

Elisabeth Schicketanz, geboren 1965 in Wolfsberg/ Kärnten, hat Germanistik studiert und ist nach einigen Umwegen in andere Entwürfe seit geraumer Zeit als freie Lektorin tätig. Sie lebt mit Mann, Hunden und Pferden im nördlichen Niederösterreich, arbeitet vom Bauernhofbüro aus und verzieht sich zum Schreiben am liebsten an ihren einsamen Teich im Niemandsland.

Robert Boulanger

Robert Boulanger wurde 1965 in Altötting/ Oberbayern geboren. Er arbeitet als freischaffender Systementwickler und lebt mit Familie und Hunden am Rande des Wienerwalds, wo sich sein Arbeitswille gerne auf hohen Bäumen versteckt, um der Kreativität Platz zu machen.

Das Duo

Um das klarzustellen: Nein, wir sind nicht miteinander verheiratet ;) Kennengelernt haben wir uns sozusagen über den Teufel persönlich. Elisabeth hat in ihrer zusammengewürfelten Meute einen genialen Hund, der nicht Ludwig heißen wollte und deshalb in Luzifer umbenannt wurde. Der Hund strebte eine steile Karriere als Personensuchhund an, und so hat er Robert gefunden, weil der galt irgendwann einmal als eine Art Experte auf dem Gebiet. Unterstützt von Bier und Nikotin kamen wir recht schnell drauf, dass wir dieselben Dinge schlimm und dieselben Dinge komisch finden – manchmal beides zugleich – und eine geradezu unheimliche Freude an den Absurditäten haben, die uns tagtäglich in unserer Umwelt unterkommen.
Nach allen möglichen ernsthaften Projekten, die sehr oft etwas mit Hunden zu tun hatten, und anderen, die haarscharf am blanken Unfug vorbeischrammten, haben wir mit Plan B, Chefinspektor Kovacs erstem Fall, 2013 den Spaß am gemeinsamen Schreiben entdeckt. Robert hat zu diesem Zweck ein Computerprogramm entwickelt, mit dem man synchron an einem Text arbeiten kann. Das Ding ist unglaublich praktikabel und hat noch dazu eine Funktion, in der man sich gegenseitig nette Nachrichten wie „Lösch sofort wieder auße den Schas“ zukommen lassen kann. Abgesehen von unserer Online- und Telekommunikation sehen wir uns natürlich hin und wieder, und wir informieren uns gegenseitig laufend über Sensationen aus der Küche und dem Weinkeller und aus der wundersamen Welt außerhalb unserer Büros, und wir beschäftigen uns auch weiterhin mit Suchhunden. Wildwochen ist unser zweites Buch; Fortsetzung folgt.

Die Story

... jetzt wird's finster

Chefinspektor Kovac zieht aufs Land; nach Klosterneuburg, um genau zu sein. Wer ihn kennt, weiß bereits, dass für ihn jede Art von Umstellung im Sinne von „Ich muss mein Leben ändern“ eine mittlere Katastrophe bedeutet. Mitten in seinen Umzug platzt höchst unwillkommen ein Leichenfund – und was für einer!, der in seinen Zuständigkeitsbereich fällt, und bei dem einen bleibt es nicht: Ein Serienmörder treibt sein Unwesen, und seine Opfer sind ausnahmslos gutsituierte Herren aus der besseren Gesellschaft.

Angesichts der prominenten Toten brennt der Hut – in höchster Eile wird von oberster Stelle eine Sonderkommission ins Leben gerufen, und Kovac, der sich noch nie durch besondere Teamfähigkeit ausgezeichnet hat, muss ab sofort mit einer reschen bayrischen Profilerin und einem ehrgeizigen jungen Beamten zusammenarbeiten. Die modernen Methoden der kernigen Frau Doktor konzentrieren sich, sehr zu Kovacs Missfallen, mehr auf die Opfer als den Täter, und es stellt sich rasch heraus, dass die prominenten Herren zu Lebzeiten ein gemeinsamer Zeitvertreib verbunden hatte: die Jagd.

Der Fall treibt Kovac an die Grenzen seiner Belastbarkeit. Er findet sich in seinem neuen Zuhause nicht zurecht. Es kriselt im Ermittlerteam. Es graust ihm vor den beinah künstlerisch inszenierten Leichen. Und abgesehen von Frau Pospischil, seiner ringelschwänzigen Lebensabschnittspartnerin, dem Hunderl, das ihm seine Kollegen einfach eingelegt haben wie ein Ei ins Nest, tritt eine weitere Frau in sein Leben, was ihn in zusätzliche Verwirrung stürzt. Das Weidwerk, seine Sprache und sein Ehrenkodex sind Kovac fremd und geradezu unheimlich, doch er muss sich wohl oder übel auf diese unbekannte Gedankenwelt einlassen, um den Fall zu lösen. Dass Frau Pospischil mit ihrer unbremsbaren Jagdleidenschaft dabei eine Rolle spielt, sei verraten. Mehr nicht.

Die Kripo

Kovac

Er hat eine angeborene Aversion gegen Bewegung, und er mag gutes Essen, vor allem am Würstelstand, in Kaffeehäusern und überall, wo es traditionelle österreichische Küche gibt. Die gelungene Kombination dieser beiden Faktoren tritt an Chefinspektor Kovacs Erscheinungsbild zutage. Und nicht zu vergessen: Er mag herausfordernde Schachpartien. Das und seine gesunde Neigung zu cholerischen Ausbrüchen bewahrt ihn vor Magengeschwüren, die sein Beruf mit sich bringen könnte. Denn Kovac mag vor allem gute alte ehrliche Ermittlungen, und auf alles, was dem, was er mag, zuwiderläuft, reagiert er grantig. Zum Glück hat er Inspektor Bertram an seiner Seite, der ihn mit Schmäh und allumfassender Loyalität davor bewahrt, übers Ziel hinauszuschießen.

Die Kripo

Zeisel

Kollege Zeisel hat seine Ambitionen, das Team mit seinem Mausi als Personensuchhundeführer zu bereichern, aufgegeben. Er fährt wieder Streife, erscheint verlässlich zur falschen Zeit am falschen Ort und zeichnet sich durch besondere Hilfsbereitschaft aus, die meistens keiner braucht.

Die Kripo

HR Fischer & Sissy

Hofrat Fischer, Polizeipräsident und als solcher Kovac vorgesetzt, ist durch und durch Wiener der alten Schule und pflegt enge Kontakte zum Innenministerium, was nicht immer vorteilhaft ist.

Seine Sekretärin, die spitzzüngige Fräulein Sissy, hat sich, wie Zeisel behauptet (und der kennt sich mit so etwas aus) durch die Anwesenheit des Hunderls im Präsidium sehr zum Positiven gewandelt und fungiert als fürsorgliche Aufpasserin für die ihrem Chef und damit auch ihr unterstellten Beamten.

Die Kripo

Dr. Bernbichler

Für die Sonderkommission wird das Team mit Dr. Maximiliane Bernbichler aufgewertet, einer international erfolgreichen Profilerin, was angesichts ihres breiten bayrischen Dialekts und ihrer raumfüllenden körperlichen Präsenz kaum zu glauben ist. Hinter ihrer plumpen Masse, die sie dem exzessiven Konsum von süßem Gebäck verdankt, verbergen sich jedoch messerscharfer Verstand, Einfühlungsvermögen und Sensibilität.

Die Kripo

Bernhard Fröhlich

Kollege Fröhlich, der schüchterne, aber ehrgeizige Newcomer aus der Provinz, hat einen schweren Stand im Team, das sich stressbedingt am schwächsten Mitglied gnadenlos abreagiert. Ärger ist also vorprogrammiert – und dass er nach Dienstschluss gerne auf die Pirsch geht, macht die Sache auch nicht gerade leichter.

Das Private

Das Haus, Ben und Kay

Der ehemalige Kriegsberichterstatter Ben Baker und seine Lebensgefährtin Kay, gute alte Bekannte aus Plan B, greifen Kovac nicht nur bei seinem Umzug unter die Arme, sondern bemerken rasch, dass er in der Bredouille steckt. Kurz entschlossen ziehen sie bei ihm ein und kümmern sich um die Dinge, die ihm über den Kopf wachsen, inklusive um eine nähere Bekanntschaft mit der sympathischen Frau Dr. Burger.

Das Private

Dr. Burger

Die nicht mehr ganz junge Klosterneuburger Tierärztin will Kovac nach einem Abend beim Heurigen nämlich nicht mehr aus dem Sinn, auch wenn er's nicht gerne zugibt. Mit einem Hund wie Frau Pospischil, deren Appetit das Fassungsvermögen ihres Bäuchleins manchmal übersteigt, erweisen sich gute Beziehungen zum örtlichen Veterinär überdies als sehr nützlich. Außerdem spielt Dr. Burger Schach, und das, wie man erfährt, „gar ned schlecht für a Weibsbild“.

Das Grausliche

Die Leichen im Zustand fortgeschrittener Verwesung schlagen Kovac auf den Magen. Fleisch jeglicher Art wird ihm suspekt, so sehr, dass er sogar auf sein obligates Salamisemmerl zum Frühstück verzichtet. Ein verschlossener, barscher Förster wie aus dem Bilderbuch und nicht zuletzt eine dreibeinige Wildsau, deren Erscheinen der Legende nach Unheil ankündigt, machen ihn zunehmend nervös.
Es handelt sich hier offenbar um keine schöne, saubere Ermittlung mit Spuren, Indizien, Beweisen, Festnahme und aus die Maus, und er kann nicht verhindern, dass der Fall, ähnlich einem schädlichen Pilzgeflecht, sein Leben zu durchwachsen beginnt.

Die Hunde

Frau Pospischil aka Frau Navratil dagegen ist die einzige real existierende Person in diesem Buch. Sie ist direkt aus dem Tötungslager auf das warme, weiche Sofa umgezogen und schafft es innerhalb von Sekunden, ihr menschliches Gegenüber um die Pfote zu wickeln. Wir gestehen: Sämtliche Schandtaten des Hunderls sind nicht fiktiv, sondern schlicht nacherzählt. Das Mausi haben wir ja bereits vorgestellt.

Motivation

Als aktive Hundebesitzer sind wir im Lauf der Zeit – grob gesagt – zwei Kategorien von Jägern begegnet. Da gibt es die, mit denen man reden kann. Das sind auch jene, die im Revier nach dem Rechten sehen und die über den Wildbestand Bescheid wissen und die sich auch als Heger verstehen. Die guten also.

In die zweite Kategorie fallen diejenigen, die entweder als eingeladene oder zahlende Gäste voller Empörung ihr Recht auf Abschuss fordern oder sich selbst und die Institution Jagd über alles andere stellen, koste es, was es wolle.

Nachdem auch in den österreichischen Medien bekannt wurde, welch seltsamen Blüten solche Jagdeinladungen treiben – man denke an Gatterjagden, bei denen mehr oder weniger an Menschen gewöhntes oder sogar eigens dafür gezüchtetes Wild innerhalb einer Einfriedung stümperhaft hingerichtet wird –, wollten wir der Sache auf den Grund gehen. Was wir von Insidern erfahren haben, überstieg allerdings unsere kühnsten Vorstellungen.

Den verantwortungsbewussten Jägern verdanken wir das Know-how zu diesem Buch, das bis zum Erscheinen des Verlagskatalogs den Arbeitstitel „Sautanz“ hatte, der uns und vielen anderen ausnehmend gut gefallen hat. Da uns jedoch jemand damit zuvorgekommen ist, haben wir den Titel kurzerhand in Wildwochen umgewandelt. Man möge uns verzeihen.

Ein neuer Fall für Chefinspektor Kovac

von Elisabeth Schicketanz und Robert Boulanger

SISYPHUS

Broschur, ca. 400 Seiten, 20,5 x 13,5 cm
ISBN: 978-3-901960-98-7
Preis: € 18,–

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Kovacs ersten Fall, PlanB, finden Sie hier:

schicketanz.boulanger.at/planb

Hier finden Sie den Trailer zu Wildwochen 540p 7200p 1080p

Credits:

Cover:

Die albtraumhafte Cover-Grafik stammt von Moritz von Schwind (1804–1871).
Schwinds Holzschnitt „Wie die Tiere den Jäger begraben“ (1850) inspirierte Gustav Mahler zum 3. Satz seiner 1. Symphonie mit dem grotesk anmutenden „Frère-Jacques“-Thema, das auch hier auf dieser Seite zu hören ist.

Autorenfotos: Stefan Hiller
Motivfotos: 123rf.com
Idee & Texte: Elisabeth Schicketanz & Robert Boulanger
Website: Robert Boulanger

Das verstörende Hintergrundvideo wurde aus frei verfügbaren Quellen (Youtube) zusammengeschnitten, in denen sich Jagdbegeisterte selbst beweihräuchern und sich ihres fragwürdigen Jagdglücks bei Gatterjagden brüsten.
Unserer Meinung nach gehören solche Menschen in Therapie, aber keinesfalls in die Politik oder in andere gesellschaftlich wichtige Positionen.
Quellen: Wildboar Hunting in Austria, Jagdgäste in Ungarn, Geboren um zu sterben (VGT)

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