Elisabeth Schicketanz Elisabeth Schicketanz, geboren 1965 in Wolfsberg/ Krnten, hat Germanistik studiert und ist nach einigen Umwegen in andere Entwrfe seit geraumer Zeit als freie Lektorin ttig. Sie lebt mit Mann, Hunden, Katzen und Pferden im nrdlichen Niedersterreich nahe der tschechischen Grenze, arbeitet vom Bauernhofbro aus und verzieht sich zum Schreiben am liebsten an ihren einsamen Teich im Niemandsland. Robert Boulanger Robert Boulanger wurde 1965 in Alttting/ Oberbayern geboren. Er arbeitet als freischaffender Systementwickler und lebt mit Familie und Hunden am Rande des Wienerwalds, wo sich sein Arbeitswille gerne auf hohen Bumen versteckt, um der Kreativitt Platz zu machen. Das Duo Um das klarzustellen: Nein, wir sind nicht miteinander verheiratet ;) Kennengelernt haben wir uns sozusagen ber den Teufel persnlich. Elisabeth hat in ihrer zusammengewrfelten Meute einen genialen Hund, der nicht Ludwig heien wollte und deshalb in Luzifer umbenannt wurde. Der Hund strebte eine steile Karriere als Personensuchhund an, und so hat er Robert gefunden, weil der galt irgendwann einmal als eine Art Experte auf dem Gebiet. Untersttzt von Bier und Nikotin kamen wir recht schnell drauf, dass wir dieselben Dinge schlimm und dieselben Dinge komisch finden manchmal beides zugleich und eine geradezu unheimliche Freude an den Absurditten haben, die uns tagtglich in unserer Umwelt unterkommen. Nach allen mglichen ernsthaften Projekten, die sehr oft etwas mit Hunden zu tun hatten, und anderen, die haarscharf am blanken Unfug vorbeischrammten, haben wir mit Plan B(Sisyphus Verlag, Klagenfurt 2015), Chefinspektor Kovacs erstem Fall, 2013 den Spa am gemeinsamen Schreiben entdeckt. Robert hat zu diesem Zweck ein Computerprogramm entwickelt, mit dem man synchron an einem Text arbeiten kann. Das Ding ist unglaublich praktikabel und hat noch dazu eine Funktion, in der man sich gegenseitig nette Nachrichten wie Lsch sofort wieder aue den Schas zukommen lassen kann. Und weilsso lustig war, setzten wir gleich Band 2 der Kovac-Reihe, Wildwochen(ebenfalls Sisyphus,2016)drauf. Mittlerweilen knnen wir auch schon gar nicht mehr anders -- momentan hlt uns Band 3, Arbeitstitel Maiandacht, auf Trab und bei Laune. Abgesehen von unserer Online- und Telekommunikation sehen wir uns natrlich hin und wieder, und wir informieren uns gegenseitig laufend ber Sensationen aus der Kche und dem Weinkeller und aus der wundersamen Welt auerhalb unserer Bros, und wir beschftigen uns zwangslufig auch weiterhin mit Hunden und wie sie die Weltsehen.Zusammen kommen wir immerhin auf sieben ... Chefinspektor Kovac Was als erstes auffllt: Er ist dick. Er ernhrt sich aus Prinzip ungesund, unterliegt wehrlos der Anziehungskraft von Wrstelstnden, Heurigen und Kaffeehusern, und zu einem Achterl oder auch mehreren kann er auch nie nein sagen. Bewegung sieht er als berflssige Belastung an, schlielich ist sein Beruf anstrengend genug. Er ist also weder fit noch fesch, und mit der Frauenemanzipation, der Auslnderfreundlichkeit und der political correctness hat ers auch nicht so unbedingt. Damit ist er der typische sterreicher. Also einer von uns. Seit dem Tod seines Greterls ist er so ziemlich Single,und nachdem er fast sein ganzes Leben in Wien verbracht hat, lebt er jetzt am Land, weil er ein Haus geerbt hat. Er ist beamtet und knnte schon lngst in Pension gehen, aber er will nicht denn wer sonstknnte die gute alte Zeit der guten alten Polizeiarbeit im Prsidium aufrechterhalten, wenn nicht er? Anders als viele seiner Kollegen und Vorgesetzten kam er nie in Versuchung, im Sumpf von Korruption und Freunderlwirtschaft zu waten, was wahrscheinlich daran liegt, dass er keine Freunderln hat. Dafr benimmt er sich viel zu oft daneben. Doch gerade bei solchen Gelegenheiten kommen auch seine besten Eigenschaften zutage: ungeschminkterGrant, polterndes Einfhlungsvermgen, rustikale List und ein Gefhl fr Dinge, die nicht mit rechten Dingen zugehen. Dass hinter der stacheligen Schale des verbissenen Ermittlers allerdings ein butterweiches Herz sitzt, kann er, seitdem er nolens volens zum Hundebesitzer avancierte, nicht mehr verleugnen. Kurz: Den alten Herrn muss man einfach mgen. Frau Pospischil Kovacs Hund ist die einzige real existierende Person in den Romanen. Im wirklichen Leben gehrt sie Elisabeths Ehemann und trgt den Namen Frau Navratil. Sie wurde vor einigen Jahren aus einem Ttungslager evakuiert, und als der winzige kurzbeinige Hund aus dem Auto hopste, die Pfoten in die Hften stemmte, die spitze Nase in die Luft reckte, mit dem Ringelschwnzchen propellerte und deutlich zu verstehen gab, dass er sich fr eine immens wichtige Person hielt, war es schon geschehen: Trotz Elisabeths entsetztem Aufschrei zog das Hunderl ein, eroberte Sofa und Bett, klaute alles, was nur irgendwie fressbar war und beanspruchte innerhalb krzester Zeit einen Sonderstatus in der sonst recht manierlichen Hundegruppe. Selbstverstndlich wird Frau Navratil zu smtlichen offiziellen Terminen eingeladen, sie findet sich in jedem Brogebude sofort zurecht, und wenn sie verloren geht, braucht man nur in der Kantine nachsehen. Wenn ihr irgendwelche Sitzungen zu fad werden, wlzt sie sich gensslich grunzend auf Teppichen, klettert auf Sthle und sieht nach, ob Kekse am Tisch stehen. Eventuell dabei auftretende Probleme lst sie mit Charme und Schwnzchen-Wackeln. Die Schandtaten des Hunderls sind demnachnicht erfunden, sondern nur nacherzhlt. Robert nennt sie brigens Pelzwurst oder Fresswalze, da sie zu bergewicht neigt, womit sie auch optisch optimal zu Kovac passt. Wir wnschen Frau Navratil ein langes glckliches Leben wir brauchen sie ja noch und bitten um Gnade bei der Tantiemen-Forderung. FAQ Vorweg: Uns werden immer wieder dieselben Fragen gestellt. Um die Sache zu vereinfachen, haben wir diese Fragen hier aufgelistet und liefern die Antworten gleich mit. Wie kommt man berhaupt auf die Idee, zu zweit ein Buch zu schreiben? E: Weil man sich allein nicht drbertraut ;-), oder weil einem zu zweit viel mehr Unfug einfllt. R:Weil man zu zweit viel kreativer ist und sich gegenseitig Gas geben kann. Warum gerade ihr beide? E: Weil smtliche Projekte, die wir miteinander durchgezogen haben, angefangen von einem Mantrailing-Buch, das wir heute nicht mehr wirklich leiden knnen, nicht nur wunderbar funktioniert haben, sondern auch lustig waren. R: Ja, mit dem Trailbuch hat das alles angefangen, als mir dann die Idee mit Plan B gekommen ist, war es eigentlich ganz schnell klar, dassdas ein Gemeinschaftsprojekt werden wrde. Seid ihr also die klassischen Teamworker? E: Nein. Ich bin genausowenig teamfhig wie unser Kovac. R: Absolut nicht, ich glaub, wir wrden uns ziemlich schnell auf den Wecker gehen, wren wir in einem klassischen Arbeitsteam gefangen. Wie funktioniert das denn? Schreibt der eine einen Teil und der andere den nchsten? E: Nein, ich wrd eher sagen, eines ergibt das andere. Der Robert fngt wo an, ich greif das auf, spinn damit herum, bau es aus. Oder ich fang wo an, und dem Robert fllt sofort was dazu ein. Auerdem schreiben wir ja auch synchron. R: Zuerst haben wir begonnen, mit Google Docs oder hnlichen Lsungen zu arbeiten. Da die aber allesamt fr lange Texte einen Schmarrn taugen, hab ich uns eigens eine Software dafr entwickelt. Also knnen wir simultan an Passagen arbeiten und uns gegenseitig berarbeiten. Kriegt man sich da denn nicht in die Haare? E: Doch. Stndig. Nett und hflich sein bringt da gar nix. Aber damit geht dann auch was weiter. Es ist das stndige Hinterfragen, das es im Endeffekt dann bringt. R: Gerade deshalb ist es ja auch gut, dass wir weit genug weg wohnen ;) Schreibt ihr hnlich? E: berhaupt nicht. Ich tt ewig herumfitzeln, einen ganzen Tag ber einem Absatz brten und an den Worten herumklauben. Und dann ungefhr hundertmal umschreiben, neu schreiben, wieder umschreiben. Und ich bin vor allem an den Personen interessiert, denke ganz lang drber nach, wie der sich jetzt grad in dem Moment fhlt, wie er dreinschaut, was er tut. Bei mir htte das Ganze sehr wenig Drive. Und der Robert ist ein typischer Quartalsschreiber, ich bin eher kontinuierlich dran. R: Stimmt, ich berhole mich beim Scheiben oft selber, der Text kann mir gar nicht schnell genug auf den Bildschirm kommen, wenn ich eine Idee habe. Elisabeth muss dann hinter mir aufrumen. E: ... also Frauenarbeit verrichten ;-) Aber am Ende merkt man nichts mehr davon? E: Eh klar. Da vergehen ja auch Monate mit der groen Feile, bis alle stilistischen Kanten abgeschliffen sind. R: Das beginnt aber auchschon beider Arbeitsweise. Wir mssen halt nicht andauernd Texte hin- und herschicken, wir arbeiten immer beide am physikalisch gleichen Dokument. Habt ihr von Anfang an einen fixen Plan? E: Nein. Der kommt beim Recherchieren und beim Schreiben. Worum es ungefhr gehen soll, das passiert allerdings schon vorher, und das passiert komplett spontan. R: Und es ndert sich oft auch komplett whrend wir schreiben. Sogar wenn wir mitten im Buch sind und denken, wir wissen jetzt, wie es ausgehen soll -ich wrd nicht drauf wetten, dass es dann auch tatschlich so ausgehen wird. Woher kommen die Ideen? E: Aus dem Leben. Beobachtungen, Dinge, die uns echt aufregen. R: Es gibt einfach Dinge die man am besten dadurch kritisiert oder jemanden dafr sensibilisiert, wenn man sie in eine Geschichte verpackt. Ich denke, mit Plan B und Wildwochen ist uns das ganz gut gelungen. Habt ihr lebende Vorbilder fr eure Personen? E: Fr das Milieu, ja, fr die Personen nicht. Die sind aus vielen Menschen, die wir uns wegen irgendeiner Eigenschaft ins Aug gefallen sind, zusammengebaut. Die einzige Ausnahme ist die Frau Pospischil, die ist lebensecht. R: Fr unsere Figuren mssen eigentlich alle aus unseren jeweiligen Umfeldern herhalten. Ich glaube auch, so manch einer knnte sich selbst in der einen oder anderen Gestalt wiedererkennen. Warum sprechen manche eurer Protagonisten Dialekt? E: Weil der Dialekt noch mehr sprachliche Mglichkeiten beinhaltet als die Schriftsprache. Es geht uns nicht darum, markige Mundl-Sprche zu konstruieren, ich mag einfach die blumigen Ausdrcke und das Emotionale, Direkte an den regionalen Dialekten so gern. Das ist oft viel besser geeignet, um ein momentanes Befinden rberzubringen. Deswegen kommt der Dialekt ja auch ausschlielich in den Dialogen vor. R: Obwohl es ziemlich anstrengend ist, Dialekt zu schreiben, viel mhsamer, als ihn zu lesen. Manche Leser aus Norddeutschland stren sich anfangs daran, und beschweren sich,das wre anstrengend zu lesen. In der Regel finden sie aber schnell rein. Wie macht ihr das bei den Lesungen? E: Wie beim Schreiben. Wir lesen als Duo, und jeder hat so seine Lieblingsfiguren und Textpassagen, die er dann bernimmt. Ich wollt zum Beispiel unbedingt den Hofrat Fischer lesen mit seinem nasalen Schnbrunnerdeutsch. Der Robert findet Boris den Russen mit seinem rrrrollenden R super.Und wir ben vor den Lesungen auch ziemlich fleiig. R: Ich hab nur so meine Schwierigkeiten mit demWiener Dialekt. Unser Kovac drfte bei den Lesungen einen ziemlich bayrischen Akzent haben... E: ...nicht drfte, hat! Dafr redet die Bernbichler wahrscheinlich krntnerisch. R: ... aber bislang hat es uns noch niemand verbelt. Wie vertrgt sich das Schreiben mit euren Berufen? E: Nicht so gut. Ich schau mir immer selber auf die Finger und dann geht nix Gscheites weiter. Oder irgendwie schon, weil andererseits bin ich dadurch dann wieder sehr genau und richtig unglcklich, wenn ein Wort nicht sitzt. R: Ja, die Arbeit geht dabei ganz schn im Weg um. Das ist auch der Hauptgrund dafr, dass ich immer nur phasenweise schreibe und nicht so kontinuierlich wie Elisabeth. Wenn ich mich in ein Computerproblem oder ein Projekt verbissen habe, krieg ich den Kopf oft nicht frei genug fr unsere Geschichten. Offensichtlich spielen Hunde in euren Bchern eine wesentliche Rolle, wieso? E: Weil sie auch im wirklichen Leben eine groe Rolle spielen. Meine Hunde machen all die Dinge, die sich Menschen nicht trauen. Sie pfeifen drauf, ob jetzt einer eine groartige Position hat oder nicht, sie holen ungeniert aus allem das Beste fr sich heraus, benehmen sich frhlich daneben und nehmen nur das wichtig, was fr sie unmittelbar wichtig ist, und sie grbeln nicht sinnlos herum. Hunde sind irgendwie befreiend. R: Wie hat schon Heinz Rhmann gesagt? Es gibt schon ein Leben ohne Hund, aber rentieren tut es sich nicht. Auf eurer Website schreibt ihr, ihr seid nicht miteinander verheiratet. Was seid ihr dann? E: Am ehesten Zwillinge im Geiste. Zweieiige natrlich. Angeblich gibts so was, und mit ein bisserl Glck luft man sich auch zufllig bern Weg, wenn nicht in diesem Leben, dann vielleicht im nchsten behaupten zumindest die, die dran glauben. R: Das ist die esoterische Sichtweise! E: Cool, merkt mans schon? Das ist das neue Buch, das kommt von denvielen Hexenschriften, dieich gradlese! R: Ich wrdsagen ziemlich beste Freunde. Was wnscht ihr euch fr eure Bcher? E: Na was wir wollen natrlich reich und berhmt werden damit . Nein, im Ernst, wir freuen uns, wenn die Bcher wahrgenommen werden, und als das, was das Ziel war irgendwo zwischen Unterhaltung und Literatur, mit einer Message, die nicht aufdringlich sein, aber picken bleiben soll. Wenn der Leser das Buch am Ende satt und zufrieden und glcklich aus der Hand legt und sich wnscht, dass es weitergeht, dann passt es. R: Irgendwer hat mal gesagt, wenn es nur bei einem Leser was bewirkt, dann hat es sich schon gelohnt. Aber ganz so edelmtig sind wir dann doch nicht. Schn wre es, wenn man davon leben knnte und sonst nichts anderes machen msste. Wie gehts weiter? E: Ungebremst. Wir schreiben am nchsten, und ganz ehrlich, mir geht das Thema ziemlich ans Eingemachte. Ich glaub, es wird gut. R: Es wird gut! E: Dein Wort ins Gottes Ohr. R: Waren wir uns nicht schon einig, dass Gott keine Ohrenhat? E: In Gottes Bauch? R: Mpf ... Your browser does not support the video tag. Broschur, ca. 340 Seiten, 20,5 x 13,5 cm ISBN: 978-3-901960-88-8 Preis: 18, Story An der Alten Donau wird im Morgengrauen eine Leiche gefunden. Dass der hochbegabte Informatikstudent sich selbst gemordet haben soll, will Chefinspektor Kovac nicht in seinen sturen Kopf. Schon gar nicht, als seine Ermittlungen ergeben, dass sich der junge Mann und sein Freund auf einen Rechner der CIA verirrt hatten und die Geheimdienste den Hackern bereits auf der Spur sind. Immer dichter zieht sich das allgegenwrtige berwachungsnetz um Beteiligte und Unbeteiligte zusammen, bis zu dem Moment, in dem passive Flucht vor den Verfolgern in aktiven Widerstand umschlgt und das virtuelle Geflecht aus Wissen und Macht schlielich auch diejenigen umschlingt, die die Fden in der Hand zu haben glauben. Helden sucht man hier vergebens. Selbst Kovac, der mit Grant und Menschlichkeit gegen Spionage, Intrigen und Korruption antritt, ist getrieben von der Erkenntnis, dass Grauen und Kabarett in guter Nachbarschaft leben, dass das Gute und das Bse etwas miteinander zu tun haben, untrennbar verbunden sein knnten, in Wien und berall. Casting Das Wiener Team Er mag Wiener Kaffeehuser, Schachspiele und gute alte ehrliche Ermittlungen. Er ist stur, er ist ein Workaholic, er ist nicht mehr der Jngste, und manchmal ist er grantig, vor allem, wenn er Hunger hat. Dann kommt es schon einmal vor, dass Chefinspektor Rudolf Kovac bers Ziel hinausschiet. Zu seinem Glck hat er Inspektor Bertram an seiner Seite, einen loyalen Kollegen, der mit seiner Meinung nicht hinterm Berg hlt und den Chef zumindest hin und wieder bremsen kann. Kollege Zeisel, Streifenpolizist und Diensthundefhrer, verlsslich zur falschen Zeit am falschen Ort, zeichnet sich durch besondere Hilfsbereitschaft aus, die meistens keiner braucht. Hofrat Doktor Fischer, durch und durch Wiener der alten Schule, ist als Polizeiprsident nicht nur Kovacs Team vorgesetzt, sondern auch dem Newcomer Inspektor Grassel, der in Kooperation mit Merkens, Chef der Spurensicherung, sterreichische Lsungen vorantreibt. Die Verfolgten Von dem kongenialen Informatiker, Hacker und Entwickler Chris Hofer mussten wir uns schnell wieder verabschieden. Er ist der Tote in der Au. Sein Studienkollege und Trittbrettfahrer Oliver Teodorcevic ist ganz Kind unserer unbeschwerten Zeit und ziemlich berfordert damit, dass er tatschlich in Teufels Kche geraten sein sollte. Mitgefangen und mitgehangen sind der ehemalige Kriegsberichtserstatter Ben Baker und seine Lebensgefhrtin, die Diplomatentochter Kay, das Chamleon, die sich eigentlich nur um Chris trauernde Schwester, die uerst distinguierte Schweizer Industriellengattin Kathrin kmmern wollten. Man sollte sich eben nicht mit Hackern wie Oliver abgeben, die von den Geheimdiensten ins Visier genommen werden. Das ist auch die Meinung von Kays alter Freundin, der russischen EDV-Expertin Nadja, die zusammen mit dem Analytiker Boris ein undurchsichtiges Security-Unternehmen betreibt und den Ernst der Lage sofort erfasst. Die Verfolger Roger Greenley, CIA-Agent mit weitreichenden Kompetenzen, hat so seine Probleme mit dem Wiener Glck. Sein beginnendes Burn out lst die Katastrophe aus, die nur mehr mithilfe der NSA in Griff zu bekommen ist. Deren Zentrale im 19. Wiener Gemeindebezirk steht unter der Leitung von Officer Walsh, der an sein Land und seine Aufgabe, die europische Kultur vor sich selbst zu retten, glaubt. Und weil sich viele Probleme nicht am Schreibtisch lsen lassen, gibts dann noch den Mann frs Grobe, Ed Blake, den Killer. Er ttet mit Akribie und Leidenschaft, stets auf der Suche nach Vollendung. Die wahren Helden Das Mausi ist ein Konglomerat aus den vorzglichen Eigenschaften unserer eigenen Hunde, deren weibliche Vertreterinnen alle auf den Sammelnamen Mausi hren. Auerdem ist sie ein Deutscher Schferhund und damit ununterbrochen im Dienst, egal, worum es geht. Frau Pospischil (Knstlername) ist die einzig real existierende Person in diesem Buch. Sie gehrt Elisabeths Mann, trgt in Wirklichkeit den typisch Wiener Namen Frau Navratil, stammt von sehr vielen verschiedenen Hunden ab und ist aus dem Ttungslager Nitra direkt auf das warme weiche Sofa umgezogen, das sie ungern verlsst. Robert nennt sie die Pelzwurst, was nicht besonders respektvoll ist. Frau Navratil schmckt brigens auch unser Cover. Your browser does not support the video tag. Broschur, ca. 420 Seiten, 20,5 x 13,5 cm ISBN: 978-3-901960-98-7 Preis: 18, Story Chefinspektor Kovac zieht aufs Land; nach Klosterburg, um genau zu sein. Wer ihn kennt, wei bereits, dass fr ihn jede Art von Umstellung im Sinne von Ich muss mein Leben ndern eine mittlere Katastrophe bedeutet. Mitten in seinen Umzug platzt hchst unwillkommen ein Leichenfund und was fr einer!, der in seinen Zustndigkeitsbereich fllt,und bei dem einen bleibt es nicht: Ein Serienmrder treibt sein Unwesen, und seine Opfer sind ausnahmslos gutsituierte Herren aus der besseren Gesellschaft. Angesichts der prominenten Toten brennt der Hut in hchster Eile wird von oberster Stelle eine Sonderkommission ins Leben gerufen,und Kovac, der sich noch nie durch besondere Teamfhigkeit ausgezeichnet hat, muss ab sofort mit einer reschen bayrischen Profilerin und einem ehrgeizigen jungen Beamten zusammenarbeiten. Die modernen Methoden der kernigen Frau Doktor konzentrieren sich, sehr zu Kovacs Missfallen, mehr auf die Opfer als den Tter,und es stellt sich rasch heraus, dass die prominenten Herren zu Lebzeiten ein gemeinsamer Zeitvertreib verbunden hatte: die Jagd. Der Fall treibt Kovac an die Grenzen seiner Belastbarkeit. Er findet sich in seinem neuen Zuhause nicht zurecht. Es kriselt im Ermittlerteam. Es graust ihm vor den beinah knstlerisch inszenierten Leichen. Und abgesehen von Frau Pospischil, seiner ringelschwnzigen Lebensabschnittspartnerin, dem Hunderl, das ihm seine Kollegen einfach einlegten wie ein Ei ins Nest,tritt eine weitere Frau in sein Leben, was ihn in zustzliche Verwirrung strzt. Das Weidwerk, seine Sprache und sein Ehrenkodex sind Kovac unheimlich und fremd, doch er muss sich wohl oder bel auf diese unbekannte Gedankenwelt einlassen,um den Fall zu lsen. Dass Frau Pospischil mit ihrer unbremsbaren Jagdleidenschaft dabei eine Rolle spielt, sei verraten. Mehr nicht. Casting Die Kripo Er hat eine angeborene Aversion gegen Bewegung, und er mag gutes Essen, vor allem in Kaffeehusern, am Wrstelstand und berall,wo es traditionelle sterreichische Kche gibt. Die gelungene Kombination dieser beiden Faktoren tritt an Chefinspektor Kovacs Erscheinungsbild zutage. Und nicht zu vergessen: Er mag herausfordernde Schachpartien. Das und seine gesunde Neigung zu cholerischen Ausbrchen bewahrt ihn vor Magengeschwren,die sein Beruf mit sich bringen knnte. Denn Kovac mag vor allem gute alte ehrliche Ermittlungen und auf alles, was dem, was er mag, zuwiderluft, reagiert er grantig. Zum Glck hat er Inspektor Bertram an seiner Seite, der ihn mit Schmh und allumfassender Loyalitt davorbewahrt, bers Ziel hinauszuschieen. Kollege Zeisel hat seine Ambitionen, das Team mit seinem Mausi als Personensuchhundefhrer zu bereichern, aufgegeben. Er fhrt wieder Streife, erscheint verlsslich zur falschen Zeit am falschen Ort und zeichnet sich durch besondere Hilfsbereitschaft aus, die meistens keiner braucht. Hofrat Fischer, Polizeiprsident und als solcher Kovac vorgesetzt, ist durch und durch Wiener der alten Schule und pflegt als solcher enge Kontakte zum Innenministerium. Seine Sekretrin, die spitzzngige Frulein Sissy, hat sich, wie Zeisel behauptet (und der kennt sich mit so etwas aus) durch die Anwesenheit des Hunderls im Prsidium sehr zum Positiven gewandelt und fungiert als frsorgliche Aufpasserin fr die ihrem Chef und damit auch ihr unterstellten Beamten. Fr die Sonderkommission wird das Team mit Dr. Maximiliane Bernbichler aufgewertet, einer international erfolgreichen Profilerin, was angesichts ihres breiten bayrischen Dialekts und ihrer raumfllenden krperlichen Prsenz schwer vorstellbar ist. Hinter ihrer Masse, die sie dem exzessiven Konsum von sem Gebck verdankt, verbergen sich jedoch ein messerscharferIntellekt,Einfhlungs-vermgen und Sensibilitt. Kollege Frhlich, der schchterne, aber ehrgeizige Newcomer aus der Provinz, hat einen schweren Stand im Team,das sich stressbedingt am schwchsten Mitglied gnadenlos abreagiert.rgeristalsovorprogram-miert. Das Private Der ehemalige Kriegsberichterstatter Ben Baker und seine Lebensgefhrtin Kay, gute alte Bekannte aus Plan B, greifen Kovac nicht nur bei seinem Umzug unter die Arme, sondern bemerken rasch, dass er in der Bredouille steckt.Kurz entschlossen ziehen sie bei ihm ein und kmmern sich um die Dinge, die ihm ber den Kopf wachsen, inklusive eine nhere Bekanntschaft mit der sympathischen Frau Dr. Burger. Die nicht mehr ganz junge Klosterneuburger Tierrztin will Kovac nach einem Abend beim Heurigen nmlich nicht mehr aus dem Sinn, auch wenn ers nicht gerne zugibt. Mit einem Hund wie Frau Pospischil, deren Appetit das Fassungsvermgen ihres Buchleins manchmal bersteigt, erweisen sich gute Beziehungen zum rtlichen Veterinr berdies als sehr ntzlich. Auerdem spielt Dr. Burger Schach, und das, wie man erfhrt, gar ned schlecht fr a Weibsbild. Das Grausliche DieLeichenimZustandfortgeschrit-tener Verwesung schlagen Kovac auf den Magen. Fleisch jeglicher Art wird ihm suspekt, so sehr, dass er sogar auf sein obligates Salamisemmerl zum Frhstck verzichtet. Ein verschlossener, barscher Frster wie aus dem Bilderbuch und nicht zuletzt eine dreibeinige Wildsau, die laut Legende kommendes Unheil anzeigt, machen ihn zunehmend nervs. Es handelt sich hier offenbar um keine schne, saubere Ermittlung mit Spuren, Indizien, Beweisen, Festnahme und aus die Maus, und er kann nicht verhindern, dass der Fall, hnlich einem schdlichen Pilzgeflecht, sein Leben zu durchwachsen beginnt. Die Hunde Das Mausi ist ein treu-deutscher Schferhund und damit allzeit bereit. Sie verkrpert all jene allgemein fr gut befundenen Eigenschaften, die unsere eigenen Hunde nie annehmen mussten. Frau Pospischil aka Frau Navratil dagegen ist die einzige real existierende Person in diesem Buch. Sie ist direkt aus dem Ttungslager auf das warme, weiche Sofa umgezogen und schafft es innerhalb von Sekunden, ihr menschliches Gegenber um die Pfote zu wickeln. Smtliche ihrer Schandtaten sind nicht fiktiv, sondern schlicht nacherzhlt. MAIANDACHT Im Epilog zu den Wildwochen klingt an, dass sich zwischen Kovac und der netten Klosterneuburger Tierrztin etwas anbahnt, das ber Schachspielen hinausgehen knnte. Dieses offene Ende, was Kovacs Privatleben angeht, haben wir nun keinesfalls dahin gestellt, um unsere Leser auf die Folter zu spannen wir wussten einfach selbst noch nicht, was sich daraus entwickeln wrde. Band drei beginnt nun in Kovacs 66ten Lebensjahr mit seinem Geburtstag und einem Danaergeschenk der Kollegenschaft, das sich als Prfstein fr die aufkeimenden zarten Bande zwischen ihm und Dr. Burger erweisen wird. berdies ist der Platz an Kovacs Seite schon lngst von Frau Pospischil besetzt. Ob sie sich am Ende kriegen oder nicht, verraten wir nicht (wir wissen es noch nicht). Die Tierrztin widmet einen Teil ihrer kargen Freizeit nmlich der krperlichen Ertchtigung, und das in einem Ausma, das mit Kovacs Lebensstil schwer kompatibel ist. Gefangen in derselben Frhstckspension in einem bergischen Wallfahrtsort, sucht Kovac fieberhaft nach Alternativen und findet solche in einem ungelsten und geschickt vertuschten Fall, in dem er voller Begeisterung ungebeten mitzumischen beginnt. Mit dabei ist das bewhrte Team, allen voran Frau Pospischil sowie Zeisel und sein Mausi;special guest istein Ziegenbock.Als sich der Fall als komplexer herausstellt als gedacht, zieht Kovac auf eigene Faust auch Maxi Bernbichler wieder hinzu, denn das rtliche Gewirr aus Verdchtigungen, Legenden, Esoterik und naivem Katholizismus ist ganz dazu angetan, dass er sich selbst darin verstrickt und nicht mehr wei, wem oder was er tatschlich glauben kann. Nicht nur fr Kovac wird es kompliziert auch wir sind zurzeit tief in Recherchen vergraben. Vor 2017 gibts also nichts zu lesen, auer vielleicht den Vorabdruck einer kurzen Passage im Kunststoff, der Zeitschrift der Kulturvernetzung N, Ausgabe 1/16. TRAIL AND ERROR 2013 war unser Verein researchdogs mit Robert als Vortragendem beim animal-learn-Symposium in Bernau/D eingeladen. Wers nicht wei: animal learn tritt fr gewaltfreie Hundeerziehung ein (welche Aggressionen wir mit unseren Krimis wohl sublimieren ?), und researchdogs befasst(e) sich mit der Ausbildung von Personensuchhunden, Mantrailern, genauer gesagt. Wie das funktioniert, erklrt schon Zeisel kurz und bndig in Plan B auch er war dem herrschenden Hype aufgesessen. Seit diesem Symposium gespenstert in unseren Kpfen ein Buchprojekt herum, das sehr viel mit Ethik zu tun haben wird, mit falschen Hoffnungen und mit falschen Beweisfhrungen und vor allem mit Gewalt gegenber Hunden, die dem menschlichem Ehrgeiz, dem Gruppenzwang und dem Lebensrettersyndrom geschuldet ist. So eine Aufdeckungsgeschichte eben, die jedenfalls den Hunden zugute kommen soll. Kann gut sein, dass wir das heuer noch in Angriff nehmen, kann aber auch nicht sein. Wir wissen es nmlich noch nicht. Lesungen Allein sind wir gar nicht zu haben. Wir schreiben zu zweit, also lesen wir auch zu zweit. Manchmal haben wir auch noch Hunde mit, dann sind wir zu dritt oder zu viert oder noch mehr. :) Weil wir feierlicheLesungsgesichter imPublikumlhmend finden, haben wir uns eine Strichmanderl-Prsentation ausgedacht, zur Auflockerung, und es darf auch gelacht werden. Am liebsten haben wir Lesungen, bei denen was los ist: Man darf uns unterbrechen, Fragen stellen, auf den Fingern pfeifen oderuns ein Glas Wein auf den Tisch stellen -das Leben ist hart genug. Trotzdem: Wir nehmen unsere Lesungen ernst. Wir ben sogar dafr, was natrlich auch lustig ist. Was so ungefhr dabei rauskommt, ist hier zu hren. Wildwochen Die Lust an der Jagd und am Tten der Kreatur scheint ein beliebter Zeitvertreib der oberen Zehntausend zu sein. In diesem Milieu muss Chefinspektor Kovac einen Serientter ermitteln, der prominente und gesellschaftlich und politisch bestens vernetzte Freizeitjger ins Jenseits befrdert. Dabei hat der Ermittler aktuell ganz andere Probleme. Sein Umzug ins Lndliche fordert seine ganze Kraft und nur schwer kann er sich an die Ruhe auerhalb der Grostadt gewhnen. Eine Mordserie an lteren Mnnern der besseren Gesellschaft ruft ihn in die Realitt zurck und zusammen mit seinem Kollegen begibt er sich auf die Suche nach dem Tter. Die Arbeit der beiden Ermittler wird durch die Intervention von oben, die ihnen zwei ortsfremde Kollegen ins Team bringt, erst einmal gestrt. Nichts hasst Kovac so sehr wie Vernderungen und erst langsam beginnt eine vertrauensvolle Zusammenarbeit. Wildwochen aus der Feder des Autorenduos Elisabeth Schicketanz und Robert Boulanger ist der zweite Fall des knurrigen Chefinspektors, der diesmal fast an die Grenze seiner Belastbarkeit gelangt. Nur mit Mhe kann er sich auf die Suche nach dem Tter machen, der mit unerhrter Grausamkeit seine Verbrechen begeht. Mit geschickten Rckblenden konstruieren Schicketanz und Boulanger eine atmosphrisch dichte Handlung, die, meint der Leser den Tter zu kennen, mit berraschenden Wendungen aufwartet und bis zum Schluss den Spannungsbogen hlt. Die Autoren dringen tief in die menschlichen Abgrnde ein und Wildwochen ist neben einem hervorragenden Kriminalroman ein Kaleidoskop dessen, zu welchen Taten, glaubt man sich, wie in diesem Fall die prominente Jagdgesellschaft, als unangreifbar, Individuen fhig sind. Feigheit und Schweigen stehen neben Grausamkeit und Sadismus und wohl kaum ein Leser drfte mit den Opfern des Serienmrders Mitleid empfinden. Wildwochen ist fr die Freunde intelligenter und spannender Kriminalromane genau die richtige Lektre. http://inkultura-online.de/wildwochen.html Plan B: Dein Webbrowser untersttzt leider keine Audio Elemente! Wildwochen: Dein Webbrowser untersttzt leider keine Audio Elemente! PlanB Zwei findige Studenten schreiben ein Super-Spionageprogramm, das sich automatisch in Computer einwhlen und alle Daten absaugen kann. Bld nur, dass es bei einem Testlauf ausgerechnet den Laptop eines unvorsichtigen CIA-Mannes aufsprt. Diese Herrschaften kennen keinen Spa, und schon bald muss sich Chefinspektr Kovac mit einem Selbstmord herumschlagen, der bei genauerer Betrachtung gar keiner sein kann ... Die beiden Autoren legen nicht nur ein sehr geschmeidig geschriebenes Stck Krimi-Literatur vor. Da ist mehr. Beim Lesen beschleicht einen das Gefhl, eine zweite realere Wirklichkeit hervornlitzen zu sehen, als ob die Erzhlung immer wieder den Charakter wechseln wrde zwischen Roman und Reportage. Sehr lesenswert fr Krimifreunde. Josef Schick, Kunststoff Nr. 19 Bisherige Lesungen Datum Ort Thema 04.04.2015 Weinkeller Leisser, Altruppersdorf Plan B 16..04.2015 Thalia W3, 1030 Wien Plan B 13.04.2015 Erste Bank, Laa/Thaya Plan B 08.06.2015 Hinterhaus, 1070 Wien Plan B 25.06.2015 Leseplatz, Klagenfurt Plan B 29.02.2016 Weinkeller Leisser, Altruppersdorf Wildwochen 10.03.2016 Thalia W3, 1030 Wien Wildwochen 12.03.2016 9er Bar, Kreuzstetten Wildwochen 17.03.2016 Kulturcafe, St. Andr-Wrdern Wildwochen 08.04.2016 Weinstein, Laa/Thaya Wildwochen 15.06.2016 Karl Franzens Universitt, Graz Wildwochen 24.10.2016 Pavillon im Volksgarten, Wien Wildwochen 11.11.2016 Bcheraustellung St. Andr-Wrdern Wildwochen Weitere Lesungen werden hier rechtzeitig bekanntgegeben. PlanB Dass bei Behrden berantwortetes Datenmaterial missbruchlich verwendet werden knnte, sich Menschen aber andererseits ffentlich durchleuchten lassen, sind Aspekte, denen sich dieser Roman widmet. Die Absicht dahinter ist, ber die allumfassenden berwachungssysteme aufzuklren, derer sich viele zu wenig bewusst sind. Wer htte schon gedacht, dass die harmlosen Friends Cards und Fan Cards ber die Kaufgewohnheiten ihrer Besitzer und Besitzerinnen Auskunft zu geben imstande sind. In gewissen Vorstandsetagen wrde man sich solche Informationen einiges kosten lassen. Denn je durchsichtiger und berechenbarer Kundinnen und Kunden sind, umso zielgenauer kann die Industrie nicht nur werben, umso punktgenauer kann sie auch produzieren, Lden beliefern und Artikel absetzen. Gerade fr Versicherungsgesellschaften und Pharmafirmen wren Daten mit gesundheitsrelevanten Informationen von Belang. Das wei auch Economic Hitman Roger Greenley, der sich fr die amerikanische Regierung um nationale Sicherheit und Terrorbekmpfung kmmert, inoffiziell aber seinen diplomatischen Status und die Infrastruktur der amerikanischen Geheimdienste nutzt, um Geschfte zu machen. Er hat auf seinem Laptop die Krankheitsdaten aller sterreichischen Einwohner gesammelt, ist allerdings nicht vorsichtig genug. Deshalb knnen sich die beiden Informatikstudenten Christoph Hofer und Oliver Teodorovic mit Hilfe ihres neu entwickelten HUDINI-Programms, das darauf ausgerichtet ist, in jedes ans Internet angeschlossene Netzwerk einzudringen und smtliche Rechner damit zu durchforsten, diese Daten aneignen. Seinen Geheimdienstkollegen gaukelt Greenley vor, dass die gestohlenen Sachen mit Top Secret klassifizierte CIA-Dokumente sind, die (sollten sie an die ffentlichkeit gelangen) nicht nur Schaden fr Amerika, sondern auch die Enttarnung von Agenten bedeuten knnten. Die Herren Blake und Walsh werden daraufhin aktiv. Wenig spter ist einer der beiden Studenten, ber die verbreitet wird, sie wren in terroristische Angelegenheiten verwickelt, tot und sein Kompagnon mit einigen in Sachen Wahrheit sehr engagierten Helferinnen und Helfern auf der Flucht. Der CIA ist ihnen aber immer dicht auf den Fersen, will er doch unbedingt an den in Olivers Besitz befindlichen USB-Stick mit dem brisanten Zahlensalat heran. Dafr scheuen die amerikanischen Geheimdienstmitarbeiter keine Mhen. Ein spannendes Katz-und-Maus-Spiel beginnt. Das aus wechselnder Perspektive erzhlte Verfolgungsspektakel verluft dementsprechend abwechslungsreich, ja turbulent, hat man es doch mit Agenten zu tun, die fhig sind, schnell und effizient zu tten. Dementsprechend geht es alles andere als zimperlich zu. Erzhlt wird mit groer Empathie sehr sachkompetent und sprachversiert. Es mangelt weder an Witz noch Ironie. Durch den ermittelnden Chefinspektor Rudolf Kovac ist auch fr reichlich Lokalkolorit gesorgt. Der sture alte Sack, der jeden Fall zur Wissenschaft erhebt und solange darin herumstochert, bis er allen damit Befassten den letzten Nerv gezogen hat, hlt wenig von Anweisungen aus dem von den Amerikanern offiziell um Amtshilfe gebetenen Innenministerium. Den Fall als Selbstmord zu den Akten zu legen, passt ihm gar nicht. Er wird daher suspendiert und schlielich bei einer Messerattacke schwer verletzt. Aber selbst die kann ihn nicht stoppen, weder in seiner Ermittlungsarbeit noch in seinen markigen Sprchen. Passend dazu bekommt man ein sterreich prsentiert, in dem Korruption, Lobbyismus und Vetternwirtschaft () genauso gang und gbe sind wie in Amerika, in dem man aber auch aufrechten Verfechtern der Entsumpfung begegnet. Denen scheint die Hrigkeit gegenber der Obrigkeit gar nicht so in den Genen zu liegen wie vielen anderen. Ihnen geht es auch nicht ums Geld, sondern um Greres: Um das Recht, so zu leben, wie man will, ohne stndig kontrolliert zu werden. So engagiert wie diese Botschaft zeigt sich das ganze Buch. Weit weg von einem Gschichterl ausm Sonnenbrillenmilieu entpuppt es sich als groes Lesevergngen mit ziemlichen Nachhall, ja als thematisch brandaktueller Roman, der haften bleibt. Andreas Tiefenbacher, Bcherschau 208, Seite 72, Online GEGENWARTSLITERATUR 2505 Wildwochen Alles Helle auf der Vorderseite hat meist etwas Dunkles auf der Hinterseite. Wer mit dem Finger durch die Speisekarte der Wildwochen fhrt, muss wissen, dass zumindest in sterreich allerhand Blut und Dreck auf der Rckseite der Speisekarte steht. Elisabeth Schicketanz und Robert Boulanger haben sich lustvoll der sterreichischen Seele angenommen, die bekanntlich verbrmt durch urbane Sequenzen als archaisches Finsterland im erweiterten Speckgrtel rund um die Hauptstadt ansssig ist. Wer verstehen will, wie dieses ironisch-feudale sterreich tickt, das sich zwischen Deix-Figuren in Ackerfurchen versteckt, kommt an der Jagd nicht vorbei. Allein in Niedersterreich sind gut dreiigtausend Jagdscheine im Umlauf, (91) sagt jemand ganz verbittert, als er nicht mehr weiterwei. Wildwochen ist das ideale Schlsselwort, um diese muffigen, aufs Land geflchteten Landeier zu beschreiben. In aktuellen Whler-Landkarten sind die flchendeckend schieenden Bezirke blau eingezeichnet, die ermittelnden intellektuellen Gegenden dagegen in Grn. So eine Whlerverteilungskarte kann man sich in den Kopf einspielen, um die Wildwochen zu begreifen. An der Oberflche handelt es sich dabei um einen Kriminalroman. Der Kommissar Kovac ist gerade beim bersiedeln von Wien auf das Land, da wird er von einer Serie erhngter Personen aufgehalten, die alle im Jagdgewand aufgeknpft worden sind. Die Jagd spielt offensichtlich eine metaphysische Rolle fr eine irre Ttergruppe. Mehr soll an dieser Stelle nicht verraten werden, denn fr Krimileser bricht ein Buch immer entzwei, wenn sie die sogenannte Lsung wissen. Fr die Meta-Leser sind freilich verrckt gute Botschaften enthalten. Da wird man einmal mit dem ermittelnden Kovac in das Landleben eingefhrt. Zwei Dinge braucht man dabei unbedingt, einen gelndegngigen Wagen und einen Tierarzt. Auerdem wird man mit typisch hybriden Berufsgruppen bekannt gemacht, wie es etwa Knstler oder Tierschtzer sind. Hierbei handelt es sich um unrunde Personen, die aus der Stadt geflohen sind und jetzt die Ackerflchen und deren Besitzer missionieren wollen. Zum dritten lernt man eine eigene Sprache. In der sogenannten Jgersprache ist eine ganze Philosophie verborgen, wie man tten kann, ohne dass es danach klingt. Diese Sprache zeigt durchaus Verknpfungen zu entsprechenden Ideologien, bei denen der Faschismus ins Innere der Stze gerutscht ist. Erzhltechnisch gesehen geht es sehr sterreichisch zu, es wird viel umschrieben, angedeutet, herumgeredet, aber selten Klartext geredet. Als Leser muss man auf der Hut sein, in dem Gelaber der Figuren nicht den Faden zu verlieren. Dabei sind die Kapitel mit der Innensicht der Tter und Opfer genauso barock ausgelegt wie die umstndlichen Ermittlungen der barock aufgestellten Behrden. Eine Task-Force-Gruppe in St. Plten ist wohl das Lustigste, was forensisch passieren kann. Apropos lustig, man merkt es dem Autoren-Duo an, wie es sich beim Schreiben zerkugelt hat vor Lachen. Diese ungehemmte Frhlichkeit kommt dem Krimi immer dann zugute, wenn es besonders ernst zugehen soll. - Sehr bekmmliche Wildwochen! Helmuth Schnauer 10/07/16 GEGENWARTSLITERATUR 2403 Plan B Das Digitale kmpft gegen das Animalische und ist vielleicht identisch damit! Wer einmal ein File um diesen Kampf hat verschicken wollen, kennt das Gefhl, pltzlich am Prsentierteller eines Geheimdienstes zu liegen. Elisabeth Schicketanz und Robert Boulanger lassen bereits auf der Eingangsseite mit den biographischen Angaben keinen Zweifel darber aufkommen, dass sie hervorragende Liebhaber von Hunden und Experten der digitalen Welt sind. Beide Welten sind folglich die Leitschienen fr einen Wiener Spionagethriller, der eine Story ausrollt, die jeden von uns berrumpeln knnte, sofern wir eine Maus oder eine Hundeleine halten knnen. Dabei beginnt im Prolog alles sehr erfolgsversprechend, die Studenten Chris und Oliver haben das Sphprogramm HUDINI entwickelt, das quasi im Handumdrehen alle noch so verschnrkelten Programme auslesen kann. Durch einen blden Zufall saugen sie einem Agenten, der in einem Wiener Hotel den Laptop offen gelassen hat, wertvolle CIA-Daten ab. Ein Hund entdeckt bald darauf den erschossenen Chris, fr einen Selbstmord reicht der Schusswinkel nicht, also nimmt selbst die sterreichische Kriminalpolizei an, dass es sich um Mord handelt. Bald einmal bilden sich drei Gruppen, die sich gegenseitig durch den Thriller jagen. Als Leser werden wir Zeugen amerikanischer Umtriebe in Wien wie zu guten alten Dritte-Mann-Zeiten. CIA-Agenten versuchen die Daten zurckzubekommen und rund um den Erschossenen bildet sich eine Studentenbande, die im Stile der Fnf Freunde durch die Stadt flieht. Und hinterher rennt wie immer die Polizei, die ihren wertvollen Mitarbeiter durch einen trivialen Messerstich ruhig gestellt bekommt, ehe sie diesen von sich aus ruhig stellt. An allen entscheidenden Punkten ist ein Hund beteiligt, im Umkehrschluss bedeutet das, dass das Verbrechen jeweils einen Schritt weiterkommt, wenn ein Hund auftaucht. Tatschlich wird auch eine zweite Leiche eher sinnlich als digital geortet. Das ist berhaupt die zentrale Frage: Gibt es in einer Welt der Vernetzung und berwachung noch physische Lcher, durch die man entkommen kann? Die Studententruppe packt alle Tricks aus wie Handy zur falschen Ortung einer Straenbahn mitschicken, Kommunikation ber Einweggerte abwickeln, flstern von Gesicht zu Gesicht, oder in einem Weinkeller untertauchen. Bemerkenswert ist jedenfalls die Durchdringung unseres Alltagslebens mit diversen Spionagevorgngen. Um die berwachungsnetze auszutricksen, muss man quasi nach einem Plan B leben, man schickt einen Lebensentwurf ins Netz und macht dann aber was anderes. So entwickelt sich das Leben auf einer Sub-Ebene, die durchaus kreativ ausfallen kann. Agenten, Studenten und Kripo lsen schlielich den Fall, so viel darf verraten werden, es geht dabei sehr sterreichisch zu. Plan B ist an der Oberflche eine Spionagethriller, in seinen tiefen Sinnschluchten freilich ein Lebensmodell fr die letzten Individualisten, ob sie nun mit der Maus oder dem Hund unterwegs sind. Helmuth Schnauer 14/09/15 https://issuu.com/ichbinmijou/docs/miju16_issuu/47?e=0%2F36285525 miju 10-15 Online Version Impressum Hier noch der obligate Zusatz, um der in sterreich geltenden Impressumspflicht nachzukommen (24 Mediengesetz).Dazu steht geschrieben: Bei der Offenlegungspflicht wird zwischen groen und kleinen Websites unterschieden. Wenn eine Website keinen ber die Darstellung des persnlichen Lebensbereichs oder Prsentation der Medieninhaberin/des Medieninhabers hinausgehenden Informationsgehalt aufweist, der geeignet ist, die ffentliche Meinungsbildung zu beeinflussen, handelt es sich um eine kleine Website. Die Offenlegungspflicht beschrnkt sich in diesem Fall auf Name oder Firma der Medieninhaberin/des Medieninhabers, Unternehmensgegenstand, Wohnort oder Sitz (Niederlassung) der Medieninhaberin/des Medieninhabers. Da wir unserer Meinung nach klein sind, geben wir hier also an: Name oder Firma der Medieninhaberin/des Medieninhabers: Robert Boulanger Elisabeth Schicketanz Unternehmensgegenstand Bcher schreiben Wohnort oder Sitz (Niederlassung) der Medieninhaberin/des Medieninhabers: unsere Wohnorte geben wirganz sicher nicht hier im worldwideWeb an. Dass Scharen von Fans unsere trauten Heime belagern, ist eine furchtbare Vorstellung.Aber man kann uns eine E-Mail schreiben - wir schreiben auch zurck: email erscheint hier und email erscheint hier Haftungsausschluss Andererseitsversuchen wir mit dieser Seite sehr wohl die ffentlichkeit zu beeinflussen.Wir mchten nmlich,dass mglichst vieleunsereBcher toll finden. Ob in diesem Fall dann nicht doch eherdiese Bestimmunggilt? Und Unternehmer sind wir im gewissen Sinne ja auch, wir unternehmen das Buchschreiben unter anderem auch in der Hoffnung, dass wir aufgrund unserer hier gettigten Beeinflussung der ffentlichkeitviele Bcher verkaufen.Damit wrde dann wohl dochjene Bestimmungauf uns zutreffen. Nachdem wir in einem Land leben, in dem die Brger primr als Bittsteller angesehen werden und bestenfalls sekundrals Personen mit Rechten, machen wir uns prophylaktisch ganz klein und gehen von der Prmisse aus,fr uns geltedie Bestimmung fr kleine Bittstellerwebseiten (Bitte findet uns toll!). Da wir aber ungeschickterweise auf dieser Seite kundgetan haben, dass wir beidejeweils mit unsererFamiliezusammenleben, besteht fr eben diese ein schutzwrdiges Interesse im Sinne des hiesigen Datenschutzgesetzes.Deshalb knnen wir unsere Wohnadressen, wie in der Impressumspflicht gefordert, nicht preisgeben, weil wir damit gegen dasDatenschutzgesetz verstoen wrden, welches wrtlichbesagt: Jedermann hat, insbesondere auch im Hinblick auf die Achtung ihres/seines Privat- und Familienlebens, Anspruch auf Geheimhaltung der sie/ihn betreffenden personenbezogenen Daten, soweit ein schutzwrdiges Interesse daran besteht. Unter Daten sind dabei nicht nur Name, Geburtsdatum oder Adresse zu verstehen, sondern generell Informationen ber eine bestimmte Person. Somit verffentlichenwir nur die oben angefhrten E-Mail-Adressen, damit zumindest der datenschutzrechtlich allen Anschein nach vllig unbedenklichen Vorratsdatenspeicherung Genge getan wird. (Irgendwas unklar? Lest einfach Plan B!) Wir bitten somituntertnigst um euer Verstndnis fr eventuelleUnannehmlichkeiten, die euch als Leser dieser Webseite entstehen knnten, sollten wir hier den falschen modus operandi im Sinne von24 sterr. Mediengesetz gewhlt oder gar vllig missinterpretierthaben. Kontaktadressen Man kann uns eine E-Mail schreiben - wir schreiben auch zurck: Robert Boulanger: email erscheint gleich hierund Elisabeth Schicketanz email erscheint gleich hier Wahlgesprche In einem Kaffeehaus im 3 Wiener Gemeindebezirk. Maxi Bernbichlerund Kovac haben sich auf einen Kaffee verabredet und bereits ihre Bestellung aufgegeben. Der Kellner, der entweder auf Herr Franz oder Herr Leopold hrt, serviert eine Heie Schokolade und ein Punschkrapferl, fr Kovac einen Groen Schwarzen. Maxi (mit Blick auf ihr Punschkrapferl): Host du dir gor nix zum Kaffee bstoid? Kovac (bedauernd): Die Maria mant, i werd z blad. Maxi (kauend):Bei eich san ja Wahlen in 14 Dog. Gehst eh hin? Kovac (grimmig): Des geht ma langsam allszam am Oasch vorbei. So alle paar Jahr amal der Stress am Sonntagvormittag, da sagt ja kaner was, aber des is jetz a Witz. Maxi (nachdenklich): Was glaubst denn du, wer gwinnt? Kovac: Wird wurscht sein, wer gwinnt, der Zirkus wird z Ostern eh wieder wiederholt. Maxi (lacht): Sei ma ned bs, aber so was gibts a nur bei eich. Kovac: Was, das ma z deppert san fr a Wahl? Maxi: Bei uns dahoam in Bayern, do haun sa se blo no ob ba eich. Kovac: Hamm s des ned scho allweil tan? Maxi: Freilich. Und recht ham s. Aber jetzt sog scho, wer gwinnt, deiner Meinung nach ? Kovac: Wannst mi fragst: der Grinskasperl. Maxi: Soll froh sein, dass er ned frher auf d Welt kommen is. Den htten s damals glei varramt, wann des mit sein Fua koa Kriagsverletzung gwesen wr. Kovac (misstrauisch um sich blickend): Heast, red ned so laut. Wann des wer heart! Maxi (unbekmmert): Da andere schaut aba a ned vui besser aus auf die Wahlplakate. Kovac: Wenigstens is er a Gstudierter. Maxi: Deshalb mog ihn ja a neamd. Schlechte Zeiten fr gscheite Leit. I werd mi beizeiten wieder vaziagn vom Balkan, bevor der neie Prsident in Amt und Wrden is. Sonst kimm i eventuell nimmermehr zruck in dZivilisation. Kovac: Und wannst des nchste Mal herkommst, hat des Punschkrapferl vielleicht schon a blaue Glasur. Maxi (gensslich): Hauptsach, innendrin bleibts braun. Maxi: Magst du echt nix? Kovac(unschlssig): An Indianer mit Schlag tt i schon nehmen. Maxi(grinst): Des is aber a Auslnder. Bist du leicht fr Auslnder rein? Kovac (erbost): Ja spinnst denn du? Maxi: Manchmoi moin i scho boid, wia ma no an Kini, tschuldige, i moan, ihr an Kaisa, ghabt habts, wars vui gscheida gwesen. Damals warts ja multikulti. Kovac: Und was is auekummen? Maxi(kichert): Unserer is ins Wasser gangen. Kovac: Wer? Maxi: Der Landesvater hoid, Ludwig II. Kovac: Der war wahrscheinlich schon genauso gentechnologisch verndert wie die unsrigen. Maxi: I hab ghrt, der greane Kandidat htt gor nix gegen so was. Dann woat jetzt eh scho, wen du whlen muasst. Kovac: Woher hast denn so an Schas? Wann wer gegen de Genpanscherei is, dann doch die Grnen. Maxi (ungerhrt): Die andern sagen des halt. Des kunntn se sich niemals erlauben, wanns ned wenigsten a bisserl stimmten tt. Kovac (explodiert): Des schaut dene wieder hnlich. Do gibts sicher zig-tausende de an solchen Bledsinn a no glaubn. Und jetzt stellst da so a Bagasch in da Regierung vor. Maxi(zustimmend): Ja desselbe wia bei uns, wenn die Arschlcher fr Deutschland ans Ruder kommen tten. Kovac: Der wer? Maxi: De AfD halt. Des Gleiche wia da bei eich, nur hoid in an dunkleren Braun. Kovac: Stimmt, ihr seids ja a mit dera Bagage gstraft. Maxi: Ja samma. Genauso wia de Hollnder, de Franzosen, d Englnder und d Ungarn und de Polen sowieso. Kovac: Und seit Neierstem a no de Amis. Maxi (sich ereifernd): Jo, des is berhaupt des Ollerhchste. Kovac: Denen eanan Mrtel, den hamma grod no braucht. Grad bei de Amis, de was eh berall auf da Welt Gendarm spn und deppatumandazndeln. Maxi: Des Zndeln trainiern oba eire Heimatbndler a grod recht fleiig. Erst gestern hob i im ARD gsegn, wia da freindliche Saubermann de Serben zwengs an Kosovo und dem Dodik, der wosSrpskavon de Bosnier abspalten wui, sia tuat.Zwengs Auslnderstimmen fangen. Kovac: Geniern knnt ma sich. Bei de Jugos scheien se sich an wegen an neuen Kriag, und bei uns wolln s den Opportunisten zum Prsident der Herzen machen. Kannst di erinnern an die Lady Di? De hat a immer so liab glacht. Maxi (sarkastisch): A richtigs Herzibinki. Aber schau,ihr sterreicher knnts in Wirklichkeit gar nix dafr, wann der gwinnt.So wahr ihm Gott helfe steht doch a am Wahlplakat. Kovac: ber de Eingwickelten herziagn, weils Religion und Staat ned ausanander halten knnen, und selber? Naja, wann er verliert, wiss ma ja dann wenigstens scho, wen er verklagt. Maxi (lacht auf): Glaubst er ziagt den liaben Gott persnlich vors Gricht oder gibt er sich mitm Papst zfrieden ? Kovac: Ned bevor derjenige ned diffamiert und gschimpft wordn is bis zum geht nimmamehr. Maxi: Jo, des hab i a scho gheart. Im Facebook und im ganzen Internet, do muass sa se ja obspuin, do kimmt da des nackerte Grausen. Kovac: Ja, a Kolleg von da Online-Kriminalitt hat erst krzlich gsagt, so mancher Kommentar auf dene Seiten ging ohne weiteres als Wiederbettigung durch. Maxi (neugierig): Und, gibts schon Anzeigen? Kovac: Geh na, woher denn? Maxi: Ja, von dem Kollegen zum Beispui. Kovac: Da brauchts Zivilcourage. De is halt scho komplett abhanden kommen. I habs seinerzeit ja ned selber erlebt, aber des Gsuder drft ziemlich genau dem entsprechen wias seinerzeit kurz vor 1933, kurz vor da Machtergreifung zuagangen is. Maxi: D Hetzerei auf Juden, Linke, Knstler, Intellektuelle, Schwule und so weida, moanst? Kovac: Juden san nimmer modern, de andern san immer noch in. Dazua hamma jetzt noch Migranten und Asylanten und Bettler und Grne. Es is zum Speim. Und wart no, sollten de ans Ruada kommen, dann traun se de Hetzer ganz flott aus da Anonymitt aue, dann miassn sie sich nimmer im Internet versteckn. Maxi: Und dann samma wirklich wieder dort, wo ma vor 80 Jahren waren. Kovac: Und wat, wos des Allerschlimmste is, Maxi? De, was heit am lautesten schreien, san de, de am wenigsten davon haben werdn. Maxi: Und des san de, de nachher irgendwann sogn werden, sie htten von all dem nix gwusst to be continued ....